Zungenbändchen & Stillprobleme – Der unbekannte Zusammenhang
Das Stillen – eine Zeit, die von Nähe, Bindung und Geborgenheit geprägt sein sollte. Doch was, wenn es einfach nicht klappen will? Wenn jeder Anlegeversuch zur Zerreißprobe wird, die Brustwarzen schmerzen und das Baby nach dem Trinken unzufrieden und hungrig wirkt? Viele Mütter kennen diese Verzweiflung und fühlen sich allein gelassen. Sie suchen nach Antworten, probieren verschiedene Stillpositionen aus, konsultieren Hebammen und Stillberaterinnen – und doch bleibt das Problem bestehen.
Wenn Sie sich in diesen Zeilen wiedererkennen, dann soll Ihnen dieser Artikel Hoffnung geben. Denn oft liegt die Ursache für Stillschwierigkeiten an einer Stelle, an der nur wenige sie vermuten: an einem zu kurzen oder zu straffen Zungenbändchen.
Was ist ein Zungenbändchen – und wie kann es das Stillen beeinflussen?
Das Zungenbändchen (Frenulum linguae) ist eine kleine, aber entscheidende Membran unter der Zunge. Sie verbindet die Zunge mit dem Mundboden. Normalerweise ist es so flexibel, dass es die Zungenbewegungen nicht einschränkt. Bei manchen Babys ist dieses Bändchen jedoch von Geburt an zu kurz, zu straff oder zu weit vorne an der Zungenspitze angewachsen. Man spricht dann von einer Ankyloglossie – einem Begriff, der viele Eltern zunächst erschreckt, hinter dem sich aber oft eine sehr gut behandelbare Situation verbirgt.
Für ein erfolgreiches Stillen muss ein Baby seine Zunge wellenartig bewegen können, um die Brustwarze tief in den Mund zu ziehen und die Milch durch rhythmisches Saugen herauszumassieren. Ist die Zunge durch ein verkürztes Zungenbändchen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, kann das Baby die Brust nicht korrekt erfassen. Es versucht dann, mit den Kiefern zu kompensieren – was für die Mutter äußerst schmerzhaft ist und zu wunden, verformten oder sogar blutigen Brustwarzen führen kann.
Typische Anzeichen für ein problematisches Zungenbändchen
Viele Mütter bemerken die folgenden Schwierigkeiten, ohne den wahren Grund zu kennen:
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Probleme bei der Mutter
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Probleme beim Baby
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Schmerzhafte, wunde oder rissige Brustwarzen
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Schwierigkeiten, die Brust richtig zu fassen (Anlegen)
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Verformte Brustwarzen nach dem Stillen (lippenstiftartig)
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Häufiges Abrutschen von der Brust
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Wiederkehrende Milchstaus oder Brustentzündungen
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Schnalzende oder klickende Geräusche beim Trinken
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Gefühl, nicht genug Milch zu haben
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Geringe Gewichtszunahme oder sogar Gewichtsverlust
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Einseitige Schmerzen beim Stillen
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Sehr häufige, aber kurze und ineffektive Stillmahlzeiten
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Baby schläft an der Brust schnell erschöpft ein
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Baby wirkt nach dem Stillen unruhig und unzufrieden
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Häufige Blähungen, Reflux oder Koliken durch Schlucken von Luft
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Saugbläschen an der Oberlippe
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Ein wichtiges Zeichen, das Sie selbst beobachten können: Streckt Ihr Baby die Zunge nie weiter als bis zu den Lippen heraus? Ist die Zungenspitze herzförmig eingezogen statt rund? Dann könnte ein verkürztes Zungenbändchen vorliegen.
Der osteopathische Ansatz: Sanfte Hilfe statt schneller Schnitt
Die gute Nachricht ist: Nicht jedes verkürzte Zungenbändchen muss sofort operativ durchtrennt werden. Mein jüngstes Kind war drei Tage alt. Oft liegen die eigentlichen Ursachen für die Stillschwierigkeiten in Spannungen, die durch das Zungenbändchen im gesamten Körper des Babys verursacht werden – vom Kiefer über die Halswirbelsäule bis hin zum Becken.
Genau hier setzt die Biodynamische Osteopathie an, auf die ich mich in meiner Praxis in Neu-Anspach spezialisiert habe. Ich betrachte Ihr Baby in seiner Gesamtheit. Mit sanften, manuellen Techniken spüre ich diese Spannungen auf und löse sie behutsam. Ziel ist es, die Funktion der Zunge zu verbessern, die Kiefermuskulatur zu entspannen und die Beweglichkeit der Halswirbelsäule wiederherzustellen. Dadurch kann Ihr Baby lernen, seinen Mund weiter zu öffnen, die Brustwarze korrekt zu fassen und effektiv zu trinken – ganz ohne Schmerzen für Sie.
Möchten Sie mehr darüber erfahren, warum eine OP oft nicht notwendig ist und welche Risiken sie birgt? abonnierne sie mein Newsletter und Lesen Sie bald unseren zweiten Artikel: „Zungenbändchen-OP – Muss das wirklich sein? Die osteopathische Alternative“
Suchen Sie sich frühzeitig Unterstützung
Wenn Sie unter Stillproblemen leiden, zögern Sie nicht, sofort Hilfe zu holen. Hier geht es um schnelle Hilfe und dafür habe ich Notfall Termine. Nichts ist frustrierender als ein schreiendes Baby an der Brust und das Gefühl, als Mutter zu versagen. Sie sind nicht allein! Ein Termin bei einer spezialisierten Osteopathin kann oft schon nach wenigen Sitzungen eine deutliche Besserung bringen.
In meiner Praxis in Neu-Anspach im Taunus nehme ich mir Zeit für Sie und Ihr Baby. Gemeinsam finden wir heraus, was Ihrem Kind fehlt, und arbeiten daran, dass Ihre Stillzeit zu der wunderschönen Erfahrung wird, die Sie sich wünschen.
Vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch. Sie erreichen mich telefonisch unter 06081-9669700 oder können direkt online einen Termin buchen.
